Zur Geschichte des Kultur- und Heimatvereins

Gründung und Entwicklung des Vereins

Noch unter dem Eindruck der Geschehnisse des Ersten Weltkriegs fand sich in Westerkappeln eine Gruppe zusammen, die sich "Die Hüter der Sloopsteine" nannte. Dazu gehörte auch Friedrich Rohlmann. Diese Gemeinschaft machte es sich zur Aufgabe, das Wissen um den heimatlichen Raum zu erhalten und zu verbreiten. Als ältester Heimatverein im Altkreis Tecklenburg entstand so im Jahre 1919 der "Verein für Heimatkunde Westercappeln" mit bereits 100 Mitgliedern. Schon 1921 führte dieser Verein dann den Ersten Westerkappelner Heimatstag durch.

Bild und Handschrift Rohlmann

Ein zweiter Heimattag fand bereits ein Jahr später statt. Aus dieser Zeit stammen die Erinnerungsscheine mit unterschiedlichen Motiven, unter anderem mit Bezug zur Reinhildislegende:

Erinnerungsscheine

Friedrich Rohlmanns Engagement führte dazu, dass in vielen Orten des Tecklenburger Landes ebenfalls Heimatvereine entstanden.

Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten kam es mehr und mehr zum Rückgang dieser Vereine und ihrer Aktivitäten. So sind aus den Kriegsjahren keine Berichte mehr über entsprechendes Vereinsleben bekannt. Friedrich Rohlmann starb am 26. Mai 1943.

1947 nahm der Verein für Heimatkunde seine Arbeit wieder auf, der 1968 in Kultur- und Heimatverein umbenannt wurde. Seit 1978 trägt der Verein mit Verabschiedung einer neuen Satzung den Zusatz "e. V.".

Ein ausführlicher Artikel wurde von Heinz Schröer verfasst und ist im Jahrbuch "UNSER KREIS 2009" für den Kreis Steinfurt (ISBN 3-926619-80-5) erschienen.
Herausgeber: Kreis Steinfurt und Kreisheimatbund Steinfurt